Wer dahintersteht

finpension wurde 2015 von Beat Bühlmann initiiert. Gemeinsam mit Ivo Blättler, einem früheren Weggefährten bei einer Schweizer Privatbank, gründeten sie 2016 eine 1e-Sammelstiftung. Die finpension AG hat ihren Sitz in Luzern und ein Büro in Genf.

2018 erweiterte finpension das Angebot um die Freizügigkeit. Im Herbst 2020 kam die Säule 3a dazu. Die finpension 3a Vorsorgestiftung ist seit Juni 2020 im Handelsregister mit Sitz in Schwyz eingetragen; die 3a-Wertschriften-App ging laut der Meilenstein-Seite am 6. Oktober 2020 live – mit einer pauschalen Gebühr von 0,39 Prozent.

2024 erhielt finpension die FINMA-Lizenz als kontoführendes Wertpapierhaus und lancierte mit finpension Invest eine Anlagelösung für freies Vermögen. Auf der Geschäftszahlen-Seite und in der Berichterstattung stehen über 6 Milliarden Franken verwaltetes Vermögen und über 75'000 Kundinnen und Kunden über alle Angebote hinweg – 1e, Freizügigkeit, Säule 3a und freies Vermögen. Auf der 3a-Produktseite nennt finpension zudem mehr als 25'000 Kundinnen und Kunden der Säule 3a.

Das Besondere am 3a-Angebot ist der Zugang zu institutionellen Indexfonds in einer App, kombiniert mit einer einzigen Pauschale. Als Fondshäuser nennt finpension Credit Suisse, Swisscanto und UBS. Auf der Strukturseite der 3a-Stiftung stehen als Depotbanken Swisscanto by Zürcher Kantonalbank und UBS Switzerland AG. finpension beschreibt sich selbst als bankunabhängig: keine Depotbank ist am Unternehmen beteiligt.

Was die 0,39 % Pauschale bedeuten

Wer die Gebühren von 3a-Wertschriftenkonten vergleicht, trifft bei finpension auf eine flache Zahl. Die Gebührenseite weist für die finpension 3a Vorsorgestiftung eine pauschale Verwaltungsgebühr von 0,39 Prozent pro Jahr aus – für die Kontolösung und für die Wertschriftenstrategien gleichermassen. Transaktionsgebühren werden keine verrechnet.

Die Standardstrategien werden laut finpension mit gebührenfreien Fonds umgesetzt. Die TER der eingesetzten Fonds liegt für die Standardstrategien bei 0,00 bis 0,02 Prozent; die Kosten für den Zugang übernimmt die Stiftung und rechnet sie in die Pauschale ein. Zusätzliche Ausgabe- oder Rücknahmekommissionen verlangt finpension laut eigener Darstellung nicht.

Bei Währungswechseln gilt: Wo möglich, setzt finpension CHF-Fonds ein. Kann ein Fonds nicht in Franken gezeichnet werden, verlangt die Depotbank laut Gebührenseite eine minimale Gebühr von 0,05 Prozent auf dem Wechsel; internes Netting kann sie weiter reduzieren. Aufwendungen für Wohneigentumsförderung, Verpfändung oder Bezug mit Wohnsitz im Ausland werden verursachergerecht erhoben.

Womit verdient das Unternehmen dann? Über die 0,39 Prozent auf der Säule 3a und über die übrigen Vorsorge- und Anlageprodukte. Bei der Freizügigkeit steht die Pauschale laut Gebührenseite bei 0,49 Prozent. Beim freien Vermögen (finpension Invest) betragen Depot- und Vermögensverwaltungsgebühr zusammen 0,39 Prozent; dort kommen laut Anbieter noch Fondskosten von rund 0,08 bis 0,10 Prozent TER bei den Standardstrategien dazu. Die 3a ist damit eines von mehreren Ertragsbeinen – nicht das einzige.

Kurz gesagt: In den öffentlichen Preislisten erscheint die finpension-3a mit 0,39 Prozent All-in-Verwaltung inkl. der ausgewiesenen Standard-Fondskosten. Das laufende Geschäft läuft über mehrere Stiftungen und über freies Vermögen. Die Zahlen stammen von finpension.ch und öffentlichen Quellen. Sie ersetzen keine Prüfung deines eigenen Auszugs oder deiner Police.

Vergleich + Upload
Die Gebühren anderer 3a-Wertschriftenkonten findest du in unserer Vergleichstabelle. Willst du die Zahlen aus deinem eigenen Auszug lesen lassen, reicht ein Upload.

Quellen