Wer dahintersteht
neon ist eine mobile Finanz-App aus Zürich. Gegründet wurde neon Switzerland AG 2017; zu den Mitgründern zählen unter anderem Jörg Sandrock, Simon Youssef, Julius Kirscheneder und Michael Noorlander. Sandrock führt das Unternehmen als CEO. Die App ging nach einer Testphase 2018 im März 2019 offiziell live.
neon selbst ist keine Bank. Das Alltagskonto läuft über die Hypothekarbank Lenzburg AG; die Debit Mastercard stammt ebenfalls von dort. Für die Säule 3a arbeitet neon mit Partnern: Die Vorsorgestiftung simply3a hält das Vorsorgevermögen, die Privatbank Lienhardt & Partner legt es an, die Technologie kommt von Descartes Finance, die Fonds sind Swisscanto-Produkte. Swisscanto gehört zur Zürcher Kantonalbank — das ist der Fondsanbieter im Setup, nicht die Kontobank von neon.
Laut der Über-uns-Seite vertrauen der App bereits über 250'000 Nutzerinnen und Nutzer. Das ist die Plattform insgesamt, nicht nur die Säule 3a. Die 3a selbst ist vergleichsweise neu: Presse und Anbieter berichten von der Lancierung Ende November 2025, eingebettet in dieselbe App wie Konto und Investieren. Ein separates öffentliches 3a-Volumen weist neon derzeit nicht aus.
Das Besondere am Setup ist die Kombination: Alltagskonto, freies Investieren und Säule 3a unter einem Login, mit bis zu fünf 3a-Portfolios und fünf Anlagestrategien von defensiv bis offensiv.
Was die gestaffelte Verwaltungsgebühr bedeutet
Wer die Gebühren der neon-3a nachliest, trifft zuerst auf eine gestaffelte Verwaltungsgebühr. Auf der Preisliste und der 3a-Seite liegt sie bei 0,45 % bis 0,39 % pro Jahr — abhängig vom gesamten 3a-Vermögen. Die Stufen lauten: bis 4'999 CHF 0,45 %, ab 5'000 CHF 0,44 %, ab 10'000 CHF 0,43 %, ab 25'000 CHF 0,41 %, ab 50'000 CHF 0,39 %. Die Belastung erfolgt quartalsweise; bei Schwellenüberschreitung gilt der tiefere Satz ab dem nächsten Quartalsbeginn. Eröffnung und Übertragung zu neon sind laut Preisliste kostenlos. Depot-, Einstiegs- und Transaktionsgebühren weist neon für die 3a nicht separat aus; die Verwaltungsgebühr soll Konto-, Depot- und Handelskosten abdecken.
Dazu kommt die Trennung, die neon in der FAQ beschreibt: Direkte Produktkosten (TER) sollen bei den Strategien nicht anfallen. Indirekte Fund-of-Fund-Kosten können laut FAQ bei zwei Strategien anfallen und werden in der Performance verrechnet, nicht als separate Rechnung — dort genannt mit 0,04 % bzw. 0,07 %. Auf der Produktseite wirbt neon zugleich mit «0,39 %–0,45 % Gesamtkosten». Verwaltungsgebühr und mögliche FoF-Kosten sind also getrennt ausgewiesen; die Marketingzeile «Gesamtkosten» deckt denselben Zahlenkorridor wie die Verwaltungsgebühr. Vor dem Abgleich mit deinem eigenen Auszug gehören deshalb beide Angaben nebeneinander gelesen.
Womit verdient das Unternehmen sonst? Das Kernprodukt bleibt das Alltagskonto mit den Paketen free, plus, global und metal — teils mit Monats- oder Jahresgebühr, Karten- und Auslandskosten laut Dienstleistungspreisen. Daneben gibt es freies Investieren in der App. Die 3a ist eine zusätzliche Einnahmequelle über die Verwaltungsgebühr und zugleich ein Baustein, der Kundinnen und Kunden in derselben App hält. Sonderfälle bei der Vorsorgestiftung simply3a — etwa bestimmte Auszahlungen — richtet neon an das Gebührenreglement der Stiftung.
Kurz gesagt: In den öffentlichen Listen steht eine gestaffelte Verwaltungsgebühr von 0,39 % bis 0,45 %, plus mögliche indirekte FoF-Kosten bei einzelnen Strategien. Die Zahlen stammen von neon-free.ch und dem Preisblatt. Sie ersetzen keine Prüfung deines eigenen Auszugs oder deiner Police.
Quellen
- https://www.neon-free.ch/ueber-uns
- https://www.neon-free.ch/saeule3a
- https://www.neon-free.ch/faq/wie-viel-kostet-die-säule-3a-bei-neon
- https://static-assets.neon-free.ch/legal/Prices/neon_services_and_prices_DE.pdf
- https://www.finews.ch/news/finanzplatz/69862-neon-descartes-finance-lienhardt-partner-vorsorge-3a
- https://www.finews.ch/news/banken/31888-neon-hypi-lenzburg-app-skalen-fintech